Anthroposophische Medizin


Die Anthroposophische Medizin ist eine Erweiterung der allgemeinen Heilkunst. Ihr Begründer war Dr. Rudolf Steiner am Anfang des 20.Jahrhunderts. Sein Ziel ist eine individuelle und ganzheitliche Medizin für den Menschen. Im Mittelpunkt steht deshalb die persönliche Arzt-Patienten-Begegnung. Neben der Einbeziehung aller modernen Untersuchungstechniken liegt ein besonderer Schwerpunkt auf dem Gespräch mit dem Patienten, das alle Lebensbereiche umfassen kann. So kann eine individuelle Diagnose und Therapie entwickelt werden.

Krankheit ist nicht nur eine "Störung" in den physiologischen Abläufen des menschlichen Organismus, der "repariert" werden muss, sondern sie stellt eine sicht- oder fühlbare Äusserung der individuellen menschlich-biographischen Situation dar. Der Mensch wird als mehrgliedriges Wesen gesehen, wobei das "Zusammenspiel" der einzelnen Glieder gesundend oder krankmachend wirkt. (Näheres entnehmen Sie bitte der umfangreichen Fachliteratur.) Heilung kann nur in der Zusammenarbeit von Arzt und Patient erfolgen, indem gemeinsam Perspektiven entwickelt werden. Der Patient ist damit nicht Objekt therapeutischer Massnahmen, sondern wird mitverantwortlicher Partner im Genesungsprozess.